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Medienpartnerschaft

Museum Friedland   Bildrechte: Nds. Ministerium für Inneres und Sport
v. l. n. r.: Dr. Joachim Baur, Oliver Krüger, Stefan Brauburger (Gedächtnis der Nation) und Referatsleiter im Nds. MInisterium für Inneres und Sport Klaus Engemann

Innenministerium und Verein „Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation“ schließen Medienpartnerschaft

Juni 2012: Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat den Startschuss für das landesweit größte Zeitzeugenprojekt gegeben. Schünemann und Stefan Brauburger aus dem Vorstand des Vereins „Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation“ vereinbarten per Unterschrift eine Medienpartnerschaft im Bereich der Zeitzeugenarbeit. Die Zeitzeugenaussagen sollen zentraler Baustein im neuen „Museum Friedland“ werden, das voraussichtlich im Herbst 2014 seine Tore für die Besucher öffnen wird. Der von Guido Knopp (ZDF) und Hans-Ulrich Jörges (stern) ins Leben gerufene Verein „Das Gedächtnis der Nation“ hat sich zur Aufgabe gemacht, Zeitzeugenerinnerungen filmisch festzuhalten, für die nachfolgenden Generationen zu bewahren und im Internet verfügbar zu machen. „Der Verein wird in den nächsten Jahren mit einem mobilen Aufnahmestudio, dem sogenannten Jahrhundertbus, in Friedland und anderen niedersächsischen Städten Station machen, um Zeitzeugen zu ihren Erinnerungen an das Lager in Friedland und ihren späteren Lebensweg in Deutschland zu befragen“, sagte der Innenminister. Die Interviews werden künftig im „Museum Friedland“ und auf dem Zeitzeugenportal des Vereins (www.gedaechtnis-der-nation.de) ganz oder in Ausschnitten gezeigt.

Als erster Interviewpartner konnte der langjährige Ehrenvorsitzende der Landespressekonferenz Rolf Zick gewonnen werden. Zick war 1948 über das Lager Friedland aus dem Krieg heimgekehrt. „In Friedland habe ich erfahren, was Freiheit heißt. Friedland hat sich in mir eingebrannt“, so der Journalist. Nach seiner Rückkehr berichtete er bis 1956 für die Göttinger Presse, anschließend bis 1960 für das Göttinger Tageblatt aus dem Grenzdurchgangslager.

Beide Seiten möchten mit dieser Partnerschaft Zeitzeugenerinnerungen zum Thema „Flucht, Vertreibung, Migration und Integration“ dauerhaft bewahren, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und das interkulturelle Verständnis fördern. Wer waren die Menschen, die in den vergangenen sieben Jahrzehnten über Friedland in die Bundesrepublik eingereist sind? Welche Schicksale stehen dahinter? „Den Erfahrungsschatz der Erlebnisgeneration in das Museumsvorhaben einzubringen und damit auch für die nachfolgenden Generationen erfahrbar zu machen, ist das zentrale Anliegen.

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